Umweltwissenschaft meets Business meets Ecodesign

Unsere Wirtschaft steht vor einem Paradigmenwechsel. Wir müssen den Ressourcenverbrauch und den gesellschaftlichen Wohlstand voneinander abkoppeln. Dringend!

Ressourcenverbrauch, was ist das? Ressourcen sind die Rohstoffe, die wir einsetzen: Erze. Kohle. Wasser. Holz. Und auch die Umweltmedien, in denen wir unsere Abfälle und Emissionen „parken“: Luft. Böden. Gewässer. Atmosphäre. Die erstgenannten sind leer. Die zweiten sind voll. Deswegen der Paradig­menwechsel. Lineares Wirtschaftswachstum funktioniert nicht mehr.

Ressourcenschonung, das klingt abstrakt, weit weg und so, als sollte sich lieber die Politik und die Gesetzgebung darum kümmern. Das muss sie auch, und das tut sie auch. Aber das alleine reicht nicht. Denn Politik und Gesetzgebung können nur den Rahmen setzen. Agieren müssen schon wir. Machen wir einen Anfang. Mit "Gutes Design" bei der Entwicklung von Produkten und Dienstleistung - von Anfang an.

Worum geht es?

Es geht darum, smart zu denken. Von Beginn an. Denn Gutes Design ist ressourcen­schonend, ökologisch und ge­recht. Während der Entwick­lungsphase (engl. design) haben wir es in der Hand.

Wen geht es an?

Jeden, der an der Wert­schöp­fung von Produkten und Dienst­leistungen beteiligt ist. z.B. Unternehmer. Geschäftsführer. Ingenieure. Kaufleute. Natur­wissenschaftler. Produkt- und Kommunikationsdesigner. Behörden. Konsumenten.

Wie geht´s zum Ziel?

Schritt für Schritt. Vor allem aber: gemeinsam. Wir müssen die Umweltlasten in der Wertschöpfungskette senken. Das geht über Innovationen und Kooperationen, das Schließen von Kreisläufen und kluge Geschäftsmodelle.

Wo findet Ecodesign statt?

Ecodesign findet in der Entwicklungsphase von Produkten oder Konzepten statt. Und es hat wenig mit Jutetaschen und viel mit ganzheitlichem Denken zu tun.

Warum ist das so? In der Designphase werden bis zu 80% der Umweltwirkungen eines Produktes oder einer Dienstleistung festgelegt. Zum Produktdesign gehören dabei auch innovative Nutzen- und Geschäftsmodelle. Werden die Umweltlasten gesenkt, kann das außerdem gleichzeitig mit sinkenden Herstellungskosten und steigenden Umsätzen verbunden werden. Um das zu erreichen, müssen alle Beteiligten an einen Tisch.

Gleichzeitig braucht jeder der Beteiligten ein Grundverständnis über die allgemeinen und konkreten ökologischen und damit verbundenen volks­wirt­schaftlichen Pro­bleme, die es zu lösen gilt.